ÜBER MICH





Wenn ich auf meine bald dreißigjährige ‚Kochkarriere‘ zurückblicke, dann waren die interessantesten Momente immer jene, in denen ich aus den Dingen, die ich im Kühlschrank gefunden habe, etwas zaubern konnte. Vielleicht einmal abgesehen von dem ‚Gummiball‘ im Garten von Jens-Michael Vollands Eltern, der eigentlich als Käsefondue gedacht war und im Freundeskreis als eigenwilliges Sportgerät zu lokalem Ruhm gelangte. Das Nachkochen großer Rezepte, verbunden mit dem Einkaufen ungewöhnlicher Zutaten oder gar besonderer Küchengeräte hat mich dahingegen weit weniger inspiriert. Mit einer soliden technischen Grundausstattung - zu der für mich noch nicht einmal zwingend ein Handrührgerät gehört - einer Handvoll Gewürze, wenigen aber geschmackvollen Zutaten, aber sehr viel Fantasie und Lust am Ausprobieren, bin ich in den letzten 30 Jahren kulinarisch ganz gut gefahren.

Gerade im Beruf als Autor und Moderator im Fernsehen (Bayerischer Rundfunk, ARD, Pro7, n-tv) war nicht immer ausreichend Zeit, um täglich frisch zu kochen. Aber aus den so genannten Resten vom Vortag etwas Schnelles zu zaubern, das war immer möglich. Parallel zur Entwicklung meiner Kochfähigkeiten Mitte der 90er Jahre, kam es auch beruflich zur Fokussierung auf den Themenkomplex Food&Beverage, u.a. mit den TV-Produktionen „Fleischliche Genüsse - Kultur rund ums Fleisch“ (BR), „Vinum TV“ (n-tv), „richtig gut“ (ARD-Buffet).

Dem Thema Essen und Trinken bin ich bis heute treu, derzeit verantworte ich den Aufbau des Informationsportals „foodclub“. Als Autor schreibe ich regelmäßig u.a. für das ‚Slow Food Magazin‘, das Genussmagazin ‚Falstaff‘ die Zeitschrift 'Visionen' und betreibe das Blog „Tellerschubser“. Mein Buch ‚Wurst und Terrinen - selbst gemacht’ ist 2015 bei GU erschienen. Mein nächstes Buchprojekt "EIN SCHWEIN. EIN MANN. EIN JAHR" wird im Herbst 2017 im oekom-Verlag erscheinen. Ich bin als Verkoster für Weinführer tätig, zudem Mitglied im Food Editors Club und von Slow Food Deutschland. 

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